Sartstedt, 26.01.2018, von Marco Trübel / Friedrich Weber

Lagerhallenbrand in Sarstedt

In den frühen Morgenstunden des 26. Januar geriet eine große Lagerhalle in Sarstedt in Brand und forderte Einsatzkräfte aus unterschiedlichen Organisationen Ca. 240 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst, sowie drei Ortsverbänden des Technischen Hilfwerkes kamen zum Einsatz, um den Brand und weitere von dem Gebäude ausgehenden Gefahren zu bekämpfen.

Der Baufachberater Marco Trübel am Schadensobjekt - Quelle: THW/Philipp Ziemeck

Am Freitag kurz nach sechs Uhr wurden die Feuerwehren Sarstedt und  Laatzen, sowie die Berufsfeuerwehr Hildesheim zu einem Lagerhallenbrand in Sarstedt gerufen. Eine große Lagerhalle im Gewerbegebiet Am Teinkamp in Sarstedt stand in Flammen. Im Zuge der Löscharbeiten kamen ca. 240 Einsatzkräfte und die THW-Ortsverbände Sarstedt, Northeim und Burgdorf zum Einsatz.

Auf Grund der starken Schädigung der Halle und dem teilweisen Einsturz des Daches wurde der Baufachberater des THW-Ortsverbandes Burgdorf und der Einsatzstellensicherungstrupp des THW-Ortsverbandes Northeim zeitgleich alarmiert. Der Baufachberater erkundete die Einsatzstelle und legte die Gefahrenbereiche fest. Die Halle wurde in  Stahlbetonskelettbauweise  mit Stahlbetonstützen und Stahlbetonbindern errichtet und mit Trapezblecheindeckung überdacht.

Auf Grund der starken Brandeinwirkung wurde im Rahmen der Erkundung und Begutachtung festgestellt, dass die  Betonbauteile einsturzgefährdet sind. Die Bewehrung lag in großen Teilen durch Betonab-platzungen frei und die Zugbewehrung wurde durch die große  Hitze in Mitleidenschaft gezogen. Die Bauteile zeigten große Durchbiegungen und Stauchungen.

Das Einsatzstellensicherungsystem wurde für die Sicherung der Einsatzkräfte aufgebaut und somit konnten über die komplette Einsatzdauer Bauteilbewegungen gemessen werden. Dies war auch insbesondere notwendig, um die Nachlöscharbeiten der Feuerwehr zu ermöglichen. Auf Grund der zahlreichen Brandnester und der Einsturzgefahr wurde der Einsatzleitung empfohlen, das Gebäude kontrolliert zurückzubauen. Hierzu wurde ein Unternehmen mit Großbagger und Anbaugeräten beauftragt, wobei die Zuführung zur Einsatzstelle mit Sonder- und Wegerechten durch den LKW Kipper der Räumgruppe des THW-Ortsverbandes Burgdorf und dem MTW TZ begleitet wurde.

Nach Eintreffen des Großbaggers wurde eine Rampenüberdachung und die Fassaden kontrolliert zurückgebaut. Um diese Arbeiten durchzuführen, wurde durch das THW und die Feuerwehr die Fassade eingeschnitten. Auf den im Einsatzverlauf geplanten kompletten Hallenrückbau konnte auf Grund der guten Nachlöschergebnisse - nach dem Rückbau der Fassade - verzichtet werden. Somit kam auch dem Wunsch der Polizei nach, so wenig wie möglich am Objekt zu verändern, damit die Brandursachenermittlung vollzogen werden kann.

Der Baufachberater des THW Burgdorf empfahl der Einsatzleitung, den zerstörungsfreien Rückbau der Stützen-Binder-Konstruktion mittels Kranen und Arbeitskorb. Das Einsatzende war gegen zwei Uhr zu verzeichnen.


  • Der Baufachberater Marco Trübel am Schadensobjekt - Quelle: THW/Philipp Ziemeck

  • Die Einsatzstelle - Quelle: THW/Marco Trübel

  • Das eingestürzte Dach mit angeschlagenen Stahlbeton.-Binder - Quelle: THW/Marco Trübel

  • Der stark geschädigter Stahlbeton-Stützenkopf - Quelle: THW/Marco Trübel

  • Beton- und Bewehrungsschäden am Hauptbinder - Quelle: THW/Marco Trübel

  • Die Schädigungen im notwendigen Treppenhaus - Quelle: THW/Marco Trübel

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